Video: Wertstromkarte in 5 Minuten erstellen – kostenlos im Browser
Beispiel „Lenkungshalter“ angelehnt an den Lehrbuchfall aus Rother/Shook, Learning to See (LEI 1999). Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) im erweiterten Datenschutzmodus geladen. Datenschutz
Eine Wertstromkarte von Grund auf, Schritt für Schritt im kostenlosen Editor: Rahmendaten und Kundentakt, Bestände und Prozesse mit Datenkästen, Lieferant, Kunde und Produktionsplanung, Material- und Informationsfluss. Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Wertschöpfungsanteil, Engpass und Zeitlinie rechnet der Editor automatisch. Dazu Prüfungen, Taktabstimmung, Export als Bild, PDF und PowerPoint sowie fertige Vorlagen.
Kapitel
Video zum Nachlesen: Transkript (11 Kapitel)
Einstieg
Hallo und willkommen bei wertstromanalyse.app! In diesem Video erstellen Sie eine Wertstromkarte von Grund auf: mit Kundentakt, Beständen, Zeitlinie und Engpass. Alles kostenlos im Browser, ohne Anmeldung, in etwa fünf Minuten.
Der Editor
Das ist der Editor. Links stehen die Elemente, in der Mitte liegt die Zeichenfläche, rechts die Eigenschaften und unten die Kennzahlen. Wir arbeiten im Basis-Modus. Er zeigt nur die Symbole einer klassischen Ist-Aufnahme. Der Profi-Modus schaltet weitere Werkzeuge frei, etwa Produktmix, Kosten und Simulation.
Rahmendaten und Kundentakt
Zuerst die Rahmendaten. Unser Beispiel ist eine Fertigung von Haltern. Gearbeitet wird in zwei Schichten mit je 460 Minuten, also 920 Minuten am Tag. Der Kunde braucht 920 Stück pro Tag. Sobald beides eingetragen ist, rechnet der Editor den Kundentakt aus: 60 Sekunden.
Bestände und Prozesse
Jetzt der Materialfluss, von links nach rechts. Ganz vorne liegt das Rohmaterial. Ein Klick auf Bestand legt das Dreieck an, und rechts tragen Sie Namen und Menge ein: 4.600 Stück. Die Reichweite rechnet der Editor selbst: fünf Tage.
Dann der erste Prozess, das Stanzen. Ein Klick auf Prozess, und rechts öffnet sich der Datenkasten. Zykluszeit 20 Sekunden, Rüstzeit 60 Minuten, Verfügbarkeit 85 Prozent und Losgröße 2.000 Stück.
Genauso geht es weiter: 1.840 Stanzteile im Bestand, das Schweißen mit 55 Sekunden Zykluszeit und 85 Prozent Verfügbarkeit, ein Puffer von 460 Schweißteilen, die Montage mit 45 Sekunden, und am Ende 1.380 Stück Fertigware.
Lieferant, Kunde, Planung
Es fehlen noch Lieferant, Kunde und Produktionsplanung. Der Editor setzt sie an die üblichen Plätze: den Lieferanten oben links, den Kunden oben rechts und die Planung in die Mitte. Beim Kunden tragen Sie den Bedarf für seinen Datenkasten ein. Den Takt rechnet der Editor aus den Rahmendaten oben.
Material- und Informationsfluss
Jetzt die Pfeile. Für den Materialfluss ziehen Sie vom rechten Anschluss eines Elements zum linken Anschluss des nächsten. Der Editor zeichnet dabei automatisch einen Push-Pfeil: Das Material wird ohne Abruf in den nächsten Bestand geschoben. So entsteht Schritt für Schritt die Kette, vom Lieferanten ins Rohmaterial, durch Stanzen und Schweißen, über die Montage bis zur Fertigware und weiter zum Kunden. Für die Anlieferung und den Versand klicken Sie den Pfeil an und wählen rechts den Typ Lieferung. So sieht man auf einen Blick, wo das Material ins Werk kommt und wo es hinausgeht.
Informationsflüsse laufen über die Anschlüsse oben und unten. Zuerst vom Kunden zur Planung, dann von der Planung zum Lieferanten. Und schließlich von der Planung zu jedem der drei Prozesse: Stanzen, Schweißen und Montage. Die Bestellungen laufen in diesem Beispiel elektronisch. Also klicken wir die beiden oberen Pfeile an und stellen sie auf Information, elektronisch, um.
Zeitlinie und Kennzahlen
Unten öffnen Sie die Zeitlinie. Sie folgt dem Materialfluss: oben die Liegezeiten der Bestände, unten die Zykluszeiten der Prozesse, rechts die Summen.
Die Kennzahlen stehen darüber. Die Durchlaufzeit beträgt neun Tage, die Bearbeitungszeit nur zwei Minuten. Der Wertschöpfungsanteil liegt damit bei 0,02 Prozent. Und der Engpass ist das Schweißen. Seine effektive Zykluszeit von 64,7 Sekunden liegt über dem Takt von 60 Sekunden. Fahren Sie mit der Maus über eine Kennzahl, zeigt der Editor die Formel dazu.
Prüfungen und Taktabstimmung
Rechts unter Prüfungen sammelt der Editor Hinweise zur Karte, zum Beispiel, dass das Schweißen den Takt nicht schafft. Mit Anzeigen springen Sie direkt zum betroffenen Element.
Der Reiter Taktabstimmung stellt alle Prozesse dem Kundentakt gegenüber. Hier sehen Sie auf einen Blick, wo die Kapazität nicht reicht.
Export und Speichern
Fertig ist die Karte. Über Export laden Sie sie als Bild, als PDF oder als PowerPoint herunter. Gespeichert wird automatisch in Ihrem Browser. Im Profi-Modus kommt unter anderem der Ist-Soll-Vergleich dazu: Mit einem kostenlosen Konto legen Sie beide Zustände in der Cloud ab und vergleichen sie Kennzahl für Kennzahl.
Vorlagen
Und Sie müssen nicht bei null anfangen. Unter Vorlagen finden Sie fertige Wertströme, zum Beispiel den Lenkungshalter aus unserem Videokurs, als Ist- und als Soll-Zustand. Ein Klick lädt die Vorlage. Oben steht jetzt Soll-Zustand, und die Durchlaufzeit liegt bei vier Tagen. Von hier aus passen Sie die Karte an Ihre eigene Fertigung an.
Selbst ausprobieren
Probieren Sie es selbst aus, auf wertstromanalyse.app. Kostenlos und ohne Anmeldung. Und wenn Sie die Methode dahinter vertiefen wollen: Im Videokurs erklären wir Kundentakt, Durchlaufzeit und Kennzahlen Schritt für Schritt. Den Link finden Sie in der Beschreibung.
Selbst ausprobieren
Das Beispiel aus dem Video liegt als Vorlage im kostenlosen Editor: öffnen, Zahlen ändern, Kennzahlen und Zeitlinie rechnen sich automatisch. Ohne Anmeldung, im Browser.
Editor öffnen Vorlage Lenkungshalter öffnen